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2.08.17

Welterschöpfungstag: Ab heute sind Ressourcen für 2017 aufgebraucht

Ab heute sind die alle natürlichen Ressourcen für dieses Jahr weltweit aufgebraucht, Besserung scheint nicht in Sicht. Der ökologische Raubbau schreitet weiter ungezügelt voran, der ökologische Schuldenberg wächst und wächst. Wie das Global Footprint Network mitteilt, fällt der Welterschöpfungstag heuer auf das früheste Datum seit Beginn der Überlastung des Planeten in den 1970er Jahren.

Das Jahr 2017 hat noch 151 Tage und bereits jetzt sind die Ressourcen, die pro Jahr erneuert werden können aufgebraucht. Für den Rest des Jahres machen wir ökologische Schulden und vernichten die stillen Reserven der Erde. In Österreich wurde übrigens dieser Wert schon am 11. April überschritten. Umweltorganisationen und auch die IG Windkraft rufen anlässlich des Erdüberlastungstages (Earth Overshoot Day) zu einem effizienteren und nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen auf. Einen Weg zu finden, in den natürlichen Grenzen des Planeten zu leben und zu wirtschaften, sei „die größte Herausforderung unserer Zeit“, erklärt Eberhard Brandes, Vorstand von WWF-Deutschland.

Abholzung, Überfischung, CO2-Ausstoß

Die Überbeanspruchung des Planeten zeigt sich schon heute in geplünderten Meeren, vernichteten Urwäldern, kaputten Böden, schwindender Biodiversität und allen voran im Anstieg des CO2 in der Atmosphäre. Dies ist der Beginn eines gefährlichen Teufelskreises, da der Klimawandel selbst wiederum Boden, Wälder, Meere und Artenvielfalt gefährdet. Verschärfung bestehender Ungerechtigkeiten, Ressourcenkonflikte, Naturkatastrophen, Hunger und Kriege sind die Folge davon.

Erdüberlastungstag immer früher

Ein weiterer Grund zur Sorge ist der Zeitpunkt des Erdüberlastungstages. Während er im Jahr 2000 noch am 1. Oktober stattfand, sind wir nunmehr bereits am 2. August am Ende unserer natürlichen Ressourcen. Sechs Tage früher noch als 2016. Besonders besorgniserregend: Die Menschheit verbraucht schon seit 30 Jahren mehr Ressourcen, als nachhaltig vorhanden sind und lebt auf Kosten der nächsten Generationen. 

Entschlossenes Handeln der österreichischen Politik gefordert 

„Der ökologische Fußabdruck Österreichs hat sich in den letzten zehn Jahren de facto nicht verkleinert. Der Erdüberlastungstag zeigt, dass wir längst nicht mehr innerhalb der natürlichen Grenzen unseres Planeten leben und das darf von der Politik nicht länger ignoriert werden", warnt Stefan Moidl von der IG Windkraft. „Die Klimaverhandlungen in Paris sind ein Schritt in die richtige Richtung. Nun müssen den Worten Taten folgen um diese Ziele auch zu erreichen.“ Die Windenergie nimmt hier eine Schlüsselposition ein. Allein im Jahr 2017 wurden durch die Nutzung der Windkraft in Österreich mehr als 3,7 Millionen Tonnen CO2 vermieden. Das ist ungefähr so viel CO2, wie 1,6 Millionen Autos ausstoßen, das sind 35% aller Autos Österreichs.

Mehr erneuerbare Energien 

Neben Ressourcen- und Energieeinsparung sind die erneuerbaren Energien das wichtigste Instrument zum Klimaschutz. Lösungen werden bereits global umgesetzt. Mehr Investitionen laufen weltweit mittlerweile in erneuerbaren Energien als in fossile Energieerzeugung. 

 

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