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10.01.18

2018 wird Entscheidungsjahr für EU Energiepolitik

Die Europäischen Union soll zur Energieunion werden. 2018 wird zum Jahr der energiepolitischen Weichenstellung: „Clean Energy for all Europeans“ nennt sich das Maßnahmenpaket, das derzeit in der EU diskutiert wird.

„Die Entscheidung darüber könnte während des österreichischen Ratsvorsitzes in der zweiten Jahreshälfte 2018 fallen. Als EU-Staat mit dem höchsten Anteil an erneuerbaren Energien sollten die österreichischen Interessen klar sein!“, hofft Mag. Stefan Moidl. In Österreich lasse die neue Regierung erste Ansätze in diese Richtung erkennen. „Mit dem vorliegenden Maßnahmenpaket können wir die Verpflichtungen zum Klimaschutz aus dem Pariser Vertrag allerdings noch nicht erfüllen. Hier brauchen wir ambitioniertere Ziele und einen klaren Vorrang für die Erneuerbaren“, forderte Dirk Hendricks vom europäischen Dachverband der Europäischen Erneuerbaren Energien EREF gestern bei einer Pressekonferenz.


Dirk Hendricks, Senior Policy Advisor des europäischen Dachverbandes EREF. Martin Steiniger, Vorstand der Windkraft Simonsfeld, und Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft.

Bei der neuen Bundesregierung sieht Stefan Moidl erste Schritte in die richtige Richtung: Das  Regierungsprogramm sieht bis 2030 die Produktion von Strom zu 100 % aus erneuerbaren Energiequellen vor. Diesem Ziel müssen nun Taten folgen, denn in den vergangenen vier Jahren ist von Jahr zu Jahr weniger Windkraft neu installiert worden. „Die Windkraftwerke, die wir heuer errichten, wurden bereits vor drei Jahren bewilligt“, ärgert sich auch Martin Steininger, Vorstand der Windkraft Simonsfeld AG. „Wir bringen heuer 13 neue Anlagen ans Netz und steigern unsere Produktionskapazität dadurch um 22 %. Unser Windstrom-Ausbau könnte aber deutlich schneller umgesetzt werden. Völlig unverständlich ist mir, dass wir Unmengen an Strom aus Atom- und Kohlekraftwerken importieren, während hunderte bewilligte Windkraftwerke jahrelang auf ihre Einspeisetarife warten müssen!“