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14.06.11

Italiener stimmen für Zukunft ohne Atomkraft

Italiener stimmen in Referendum mit fast 95 Prozent gegen die Atomenergie und setzen ein wichtiges Zeichen für eine atomfreie Zukunft in Europa. Nach dem Entscheid der Schweizer und deutschen Regierungen aus der Atomenergie auszusteigen hat nun auch die Bevölkerung Italiens klar zum Ausdruck gebracht, dass eine Wiederaufnahme des Atomkraftausbaus in Italien nur gegen den Willen der eigenen Bevölkerung möglich ist.

Bereits 1987 hatten 80 Prozent der Italiener nach dem Tschernobyl-Unglück für die Stilllegung der eigenen AKWs gestimmt. Vor drei Jahren beschloss die Regierung Berlusconi dann ein neues, umstrittenes Atomprogramm. Allerdings verzögerte sich die AKW-Standortentscheidung, denn auch die meisten Regionen sprachen sich dagegen aus.

Erstmals seit 16 Jahren folgte über die Hälfte der 50 Millionen Wahlberechtigten dem Aufruf von Opposition, Bürgerbewegungen und Umweltschutzverbänden. Mit über 57 Prozent fiel die Beteiligung angesichts der Boykott-Appelle aus dem Regierungslager unerwartet hoch aus und macht das Referendum für die Regierung verpflichtend.

Vor wenigen Wochen hat Umweltminister Berlakovich gemeinsam mit atomkraftfreien Staaten Europas in Wien die "Anti-Atom-Allianz" gegründet. Deren Credo: "Raus aus Atom - rein in Erneuerbare" greift mehr und mehr um sich und leitet Schritt für Schritt eine Energiewende ein. "Die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit zeigen, dass die Bevölkerungen verschiedener Länder die Verantwortung unserer Generation für eine gemeinsame atomfreie Zukunft erkannt und übernommen haben.", so der Umweltminister.
Er begrüßt den Ausgang des Anti-Atom-Referendums in Italien: "Das italienische Volk hat heute für eine sichere Zukunft in der Energiegewinnung gestimmt. Ein wichtiges und deutliches Zeichen für uns alle!"