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28.11.10

Studie bestätigt: Windenergie senkt Strompreise

Die European Wind Energy Association EWEA hat auf der in Berlin stattfindenden internationalen Netz-Konferenz Grids2010 eine neue Netzstudie vorgestellt, die erneut die Strompreis senkende Wirkung der Windenergie (Merit-Order-Effekt) bestätigt. Aufgrund des Merit-Order-Effekts wird laut Studie die Windenergie bis 2020 den Preis jeder Kilowattstunde Strom um mindestens 1,1 Cent reduzieren.

In der Studie "Powering Europe: wind energy and the electricity grid" wurde einmal mehr die Strompreis senkende Wirkung der Windenergie bestätigt. Bei einer prognostizierten Windkraftleistung in Europa von 265.000 Megawatt im Jahr 2020 wurde eine Strompreis senkende Wirkung von 1,08 Cent pro Kilowattstunde errechnet. Jede Kilowattstunde Strom wird aufgrund der Windkraft 2020 um 1,08 Cent billiger sein, nicht nur der Windstrom. In Summe ergibt sich für ganz Europa eine Kostenersparnis von 41,7 Milliarden Euro jährlich ab 2020. In den Berechungen wurde ein relativ niedriger Strompreis angenommen. Der Merit-Order-Effekt wird aber vom Strompreis stark beeinflusst. Eine Verteuerung der Preise für fossile Energie bewirkt daher weitere preisdämpfende Effekte durch die Windenergie.

Mag. Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft: "Die Vorteile der preisdämpfenden Effekte der Windkraft liegen klar auf der Hand. Auch in Österreich ist nicht nur der volkswirtschaftliche Nutzen der Windkraft durch zusätzliche Arbeitsplätze und die Vermeidung von Klimaschäden deutlich positiv. Auch betriebswirtschaftlich profitieren Verbraucher durch den Merit-Order-Effekt. Die Förderung des Windkraftausbaus ist daher eine Investition in die Zukunft."

Im Rahmen von Grids2010 diskutieren Experten den Netzausbau der Zukunft und die Auswirkungen der Windenergie auf die europäischen Stromnetze.

EWEA