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22.02.11

WKS entwickelt mit HTL Modellprojekte im Bereich Erneuerbarer Energien

Technische Herausforderungen bei der Nutzung erneuerbarer Energien haben die Windkraft Simonsfeld AG und die HTL Hollabrunn vor einigen Jahren zusammengeführt. Entstanden ist eine für beide Seiten fruchtbare Partnerschaft, aus der mehrere Modellprojekte entstanden sind. Zuletzt wurde auch das erste Serienelektroauto in Hollabrunn vorgestellt und getestet.

Know how für Windkraft in Nicaragua

Bereits seit 2003 beteiligt sich die Windkraft Simonsfeld an einer Schulpartnerschaft zwischen der HTL Braunau und dem Technischen Institut „La Salle" in León/Nicaragua. Diese Ausbildungseinrichtung mit rund 800 Schülern zählt zu den renommiertesten des mittelamerikanischen Landes und hat sich auf den Bereich erneuerbare Energien spezialisiert.
Das schuleigene Windrad wird von Technikerteams der Schule serviciert. Zu diesem Zweck wurden bereits fünf Teams aus Nicaragua von Windkraft Simonsfeld in Österreich eingeschult. Zusätzliche Kenntnisse wurden im Bereich Fotovoltaik in Zusammenarbeit mit Fachlehrer Peter Spannbrucker an der HTL Hollabrunn vermittelt.

„Die HTL-Leitung hat sich bei diesem Know-how-Transfer als kompetenter Partner erwiesen. Das in Hollabrunn erworbene Wissen fließt so in den Schulunterricht in Nicaragua ein und kommt den Schülern dort zugute", freut sich Martin Steininger, Vorstand der Windkraft Simonsfeld.

In Kooperation mit HTL werden innovative technische Lösungen entwickelt

Aber auch die Windkraft Simonsfeld selbst kann durch die Kooperation mit der HTL Hollabrunn auf das Know-how der Schule zurückzugreifen: „Unser Technikerteam wartet insgesamt 127 Windkraftanlagen: Da stehen wir bei Anlagenüberprüfungen oft vor Herausforderungen, für die der Markt noch keine adäquaten Produkte anbietet. Gemeinsam mit der HTL entwickeln wir dann innovative Lösungen", ist Dieter Schreiber, der für die technische Anlagenüberwachung der Windkraft Simonsfeld zuständig ist, froh über die erfolgreiche Zusammenarbeit.

HTL entwickelt Gerät zur Windrad-Überwachung

Aktuelles Projekt: die Entwicklung eines Gerätes, das mithilfe einer Kamera die Kontrolle der drehenden Rotornabe in 100 Meter Anlagenhöhe ermöglicht.

Ebenso spannend: Der Mitsubishi i-Miev, als erstes Serienelektroauto, ist seit Kurzem in der Flotte der Windkraft Simonsfeld unterwegs. Das Fahrzeug erzielt eine Reichweite von bis zu 150 Kilometern und ist mit einer Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h für die alltäglichen Fahrten bestens geeignet. Nach einer Probefahrt waren sich Vorstand Steininger und Schulleiter DI Wolfgang Bodei einig: „Wichtig ist, dass der Strom aus erneuerbaren Energiequellen stammt."

Reinhard Hametner (Werkstättenleiter), Martin Steininger (Vorstand WKS), DI Wolfgang Bodei (Schulleiter HTL), Peter Spannbruckner (Fotovoltaik) und Peter Loy (Solarthermie) an der Solartankstelle der HTL