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3.04.19

"Massive Mängel" laut Zeugen: AKW Mochovce 3 muss gestoppt werden

Laut Global 2000 berichten ehemalige Arbeiter und Ingenieure über massive Bau- und Sicherheitsmängel am slowakischen AKW-Bauprojekt Mochovce 3. Die Zeugenaussagen und Fotos belegen, dass die Sicherheitshülle des Reaktors durch Bohrungen beschädigt wurde und im Falle eines Erdbebens oder von Explosionen im Zuge eines schweren Unfalls versagen könnte. "Aufgrund dieser uns anvertrauten Informationen müssen wir davon ausgehen, dass die Statik des Reaktorgebäudes geschwächt und die hermetischen Kammern, die im Falle eines schweren Unfalls den Austritt von radioaktiven Stoffen aufhalten sollten, beschädigt sind", so Reinhard Uhrig, Atom-Sprecher von Global 2000.

Tausende Löcher seien in die Wände des Reaktorgebäudes und der hermetischen Kammern gebohrt worden, um Halterungen für Kabel, Rohre und Dampferzeuger zu befestigen. Diese Bohrungen seien "einfach im Blindflug" erfolgt, so Uhrig. Ein Maschinenbau-Ingenieur mit langjähriger Erfahrung im Bau und Betrieb von Atomkraftwerken, der in Mochovce für die Installation von Notstrom-Dieselgeneratoren verantwortlich war, bezeuge die "absolut unzureichende" Koordination der Bauausführung zwischen den verschiedenen beteiligten Firmen.

Die Umweltschutzorganisation Global 2000 fordert daher erneut einen Stopp des slowakischen AKW-Bauprojekts Mochovce 3. Auch SPÖ, FPÖ, Liste JETZT und Grüne fordern einen sofortigen Stopp des slowakischen AKW-Bauprojekts Mochovce. Auch Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) hat am Mittwoch von "sehr besorgniserregenden Berichten" bezüglich der Sicherheit des slowakischen AKW-Bauprojekts Mochovce 3 gesprochen. Bereits zuletzt habe die Bundesregierung gedrängt, dass alle Sicherheitsbedenken ausgeräumt werden müssten, sagte sie vor dem Ministerrat. Andernfalls wäre eine Inbetriebnahme "inakzeptabel".

GLOBAL 2000 warnt seit Jahren vor der tickenden Zeitbombe Mochovce und wendet sich mit einer Petition an Bundeskanzler Sebastian Kurz, sich dringend einzuschalten und – wie im Regierungsabkommen auf Seite 171 festgehalten – „Dem Neu- und Ausbau von Atomkraftwerken in Europa, insbesondere in den Nachbarländern, mit allen zur Verfügung stehenden politischen und rechtlichen Mitteln entgegenwirken“.

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Bundeskanzler Kurz kann jetzt eine Überprüfung des Reaktors fordern und die Inbetriebnahme verhindern - wir werden in den nächsten Wochen zeigen, dass die Baumängel nicht zu reparieren sind.

Fordern Sie mit uns Kanzler Kurz auf, gegen die erste Inbetriebnahme eines Atom-Reaktors in Europa seit Temelin 2002 und Cernovoda 2007 aktiv zu werden. Jetzt unterschreiben!

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Die Windkraft Simonsfeld unterstützt die Aktivitäten von Global 2000 gegen die Inbetriebnahme von Mochovce 3 bereits seit Jahren auch finanziell.