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31.01.19

Treibhausgasemissionen steigen in Österreich erneut

Die Bilanz ist ernüchternd: Die klimaschädlichen Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) sind in Österreich 2017 zum dritten Mal in Folge gestiegen. Mit 51,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten, die nicht dem Emissionshandel zugerechnet werden, wurde erstmals auch das nationale Ziel überschritten. Insgesamt stiegen die Emissionen auf 82,3 Mio. Tonnen, so das Umweltbundesamts (UBA).

Anstieg bei Energie, Industrie und Verkehr

Das entspricht einem Anstieg von 3,3 Prozent gegenüber dem Jahr 2016. Die erneute Zunahme ist laut UBA auf einer Steigerung des Einsatzes fossiler Energieträger im Energie- und Industriebereich (plus 5,4 Prozent) sowie auf eine Steigerung bei der Nachfrage nach Gütertransporten zurückzuführen.

In der Abfallwirtschaft und in der Landwirtschaft wurden hingegen im Vergleich zu 2016 sinkende Emissionen verzeichnet. Gesunken sind durch die Überschreitung des nationalen Ziels auch die Gutschriften, die in die Bilanz bis 2020 eingerechnet werden können.

Österreich hat sich dazu verpflichtet, seinen Treibhausgasausstoß bis 2020 im Vergleich zu 2005 um 16 Prozent und bis 2030 um 36 Prozent zu reduzieren.

NGOs fordern Sofortmaßnahmen

Umwelt-NGOs forderten Sofortmaßnahmen. Die Emissionen haben „erstmals die gesetzlichen Höchstwerte für Österreich im Rahmen der EU-Ziele überschritten. In diesem Fall schreibt das österreichische Klimaschutzgesetz vor, umgehend Maßnahmen zu ergreifen“, sagte Adam Pawloff von Greenpeace. "Die Regierung muss sofort ein Notfallprogramm starten, um den Anstieg der Treibhausgase einzudämmen. Dazu ist sie auch gesetzlich verpflichtet.“

„Angesichts der schlechten Klimabilanz Österreichs darf die Bundesregierung den Kopf nicht länger in den Sand stecken. Umweltministerin Elisabeth Köstinger muss Verantwortung übernehmen, Sofortmaßnahmen ergreifen und sicherstellen, dass die Umsetzung der Energiewende in Österreich vorankommt“, kritisierte Johannes Wahlmüller von Global 2000.