Sauberer Strom

für eine saubere Umwelt

Aktuelle Kennzahlen
29.07.19

Welterschöpfungstag: Heuer so früh wie nie

Der Welterschöpfungstag markiert jenes Datum im Jahr, ab dem die jährlich nachwachsenden Rohstoffe und Naturleistungen der Erde vollständig konsumiert sind. Damit hat die Weltbevölkerung bereits nach sieben Monaten alle erneuerbaren Ressourcen und das CO2-Budget für 2019 verbraucht.

Laut Global Footprint Network reichten noch in den 1960er Jahren die Ressourcen für ein ganzes Jahr. Seit 1970 verbrauchen wir unsere Ressourcen jedoch immer schneller. Im Jahr 2000 war der sogenannte „Earth-Overshoot-Day“ am 1. November, zehn Jahre später am 21. August und heuer schon am 29. Juli. Ab jetzt konsumiert sie etwa mehr Wasser, Nahrung, Holz und Land, als die Natur bietet – und lebt für den Rest des Jahres auf Kosten der Erde. Um das Pariser Klimaschutzabkommen einzuhalten, müsste sich der Earth-Overshoot-Day aber jedes Jahr um zumindest fünf Tage zum Jahresende verschieben. „Am Earth-Overshoot-Day sieht man, dass Sonntagsreden beim Klimaschutz nicht helfen und wie dringend wir Maßnahmen für den Klimaschutz brauchen! Jetzt!“, so Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft.

„Wir verbrauchen umgerechnet 1,75 Erden pro Jahr. Die Übernutzung der natürlichen Ressourcen geht zu etwa 60 Prozent auf das Konto der überschüssigen CO2-Emissionen, die nicht mehr in natürliche Kreisläufe zurückgeführt werden“, kritisieren Umweltorganisationen wie Greenpeace, WWF und Global 2000. Sie fordern konkrete Maßnahmen zur Erreichung der Pariser Klimaziele.

Berechnet wird der „Earth Overshoot Day“ durch die Organisation Global Footprint Network. Dazu wird die Inanspruchnahme des Planeten durch die Menschheit mittels des ökologischen Fußabdrucks (Footprint) mit der Biokapazität des Planeten verglichen. Das ist die Fähigkeit der Natur, Rohstoffe zu erzeugen und Schadstoffe abzubauen.