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16.12.13

Zonierungen für Windkraft: Auf maximal 2% der NÖ Landesfläche möglich

Heute präsentierte Landesrat Stephan Pernkopf den Entwurf des Zonierungsplanes für den Windenergieausbau in Niederösterreich. Das Ergebnis ist ernüchternd: „Niederösterreich hat das zukünftige Windkraftpotential so drastisch eingeschränkt, dass nur auf 2% der niederösterreichischen Landesfläche der Windkraftausbau in Zukunft möglich ist“, so Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG Windkraft. Mehr als fraglich ist nun, ob mit dieser Zonierung die langfristigen Ziele des NÖ Energiefahrplans 2030 noch erreichbar sind.

 98% der Landesfläche sind nach dem vorliegenden Entwurf Ausschlusszone. „Es ist schade, dass das Bundesland mit dem größten Windenergiepotential in Österreich lediglich auf 2% der Landesfläche den Windkraftausbau erlaubt“, zeigt sich Stefan Moidl ernüchtert. „NÖ hatte bereits durch strenge Abstandsregelungen und unter Naturschutz stehende Gebiete für Windkraftprojekte sehr strenge Vorschriften.“


Die geeigneten Flächen im Nordosten von NÖ (lila ausgewiesen)

Erreichung der Ziele des Energiefahrplans 2030 sehr fraglich

Ende des Jahres sind in Niederösterreich 450 Windkraftanlagen mit einer Leistung von rund 800 MW in Betrieb und liefern sauberen Strom. Die Zielsetzungen für die Windkraft im NÖ Energiefahrplan 2030 sehen für das Jahr 2020 1.900 MW und für das Jahr 2030 3.200 MW Windkraftleistung vor. Fraglich ist nun, ob mit lediglich 2% der Landesfläche die Ziele des NÖ Energiefahrplans 2030 auch erreichbar sind.
„Es heißt nämlich noch gar nicht, dass die verbleibenden Flächen tatsächlich für die Windkrafterzeugung wirklich in vollem Umfang zur Verfügung stehen, denn es sind nach wie vor alle Genehmigungsschritte von der Widmung bis zur UVP-Bewilligung durchzuführen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass nicht alle Projektideen umgesetzt werden können“, erklärt Moidl.


Die Gesamtübersicht von NÖ

Am 23. Mai 2013 hatte der Landtag das NÖ Raumordnungsgesetz abgeändert und Landesrat Stephan Pernkopf mit der Erstellung einer Zonierung für die Windenergie in Niederösterreich beauftragt. Sechs Monate später präsentierte er nun den Entwurf.

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