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3.03.12

Schiefergas im Weinviertel: Vorerst keine Probebohrungen

Der Mineralölkonzern OMV rudert aufgrund von massiven Protesten von Bevölkerung, Gemeinden und Politik nun zurück: Das Unternehmen will „bis auf weiteres" keinen Projektantrag stellen: „Um den vielen Bedenken entsprechend Rechnung tragen zu können, werden die Ergebnisse der umfassenden Umwelt- und Sozialstudien von Umweltbundesamt und TÜV Austria abgewartet", heißt es in einer Erklärung.



Probebohrungen waren ab Sommer geplant

Der Konzern hatte geplant, ab Sommer 2013 zwei Probebohrungen bei Herrnbaumgarten und im benachbarten Poysdorf bis in etwa 6.000 Meter Tiefe durchzuführen. Bis 2019 wollte man eruieren, ob eine Förderung wirtschaftlich sei. Die Kosten wurden mit 130 Mio. Euro beziffert.

Gegen die Ausbeutung des Gasvorkommens regte sich heftiger Widerstand. Umweltverbände und Anrainer befürchteten eine massive Verunreinigung des Grundwassers, auch Umweltminister Niki Berlakovich und der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll, der für das Projekt eine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung forderte, zeigten sich zuletzt skeptisch.
Die Bürgermeister der beiden betroffenen Gemeinden erklärten zudem, keine Schiefergas-Probebohrungen auf ihrem Gemeindegebiet zulassen zu wollen. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßte in einer ersten Reaktion die Ankündigung der OMV und forderte von der Bundesregierung nun ein generelles Verbot für Schiefergasbohrungen. Ein Sprecher: „Schiefergasförderung wird niemals ohne Risiko für die Umwelt möglich sein."

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