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Togo

Ausbau des Photovoltaiksektors

Seit 2023 engagieren wir uns mit der URBIS Foundation für den Aufbau einer qualifizierten Solartechnik-Ausbildung in Zentraltogo, Westafrika. Ziel des fünfjährigen Projekts ist es, junge Menschen für den wachsenden Photovoltaikmarkt fit zu machen und langfristig die lokale Energiewende zu stärken. An zwei Berufsschulen in Sokodé durchlaufen jährlich rund 40 werdende Elektriker*innen einen zweijährigen Solarzusatzkurs, der theoretische Grundlagen und praktische Erfahrungen verbindet. Die besten Absolventinnen erhalten bezahlte Praktikumsplätze in Solarunternehmen sowie einen Werkzeugkoffer als wirtschaftlich-praktische Starthilfe ins Berufsleben. Parallel entstand in Sokodé ein Solar-Weiterbildungszentrum, das Spezialkurse zu PV-Planung und Unternehmertum und seit 2025 auch einen Solar-Grundkurs für Schulabgängerinnen ohne Vorerfahrung in der Elektrik anbietet.

Ein weiterer Schwerpunkt ist seit 2025 die Solarthermie. Schulungen für Installationsbetriebe kombinieren Theorie und Praxis direkt vor Ort: In Gesundheitszentren werden Warmwasseranlagen installiert, die Hygiene und Versorgung – insbesondere in Geburtsstationen – deutlich verbessern.  Die starke Nachfrage für Kursplätze bestätigen den Erfolg und die thematische Relevanz der Schulungsoffensive. Auch für 2026 sind weitere Schulungen, Installationen und Unterstützungen für die besten Absolvent*innen geplant.

Uganda & Kenia

Solar Pledge East Africa

Ziel des Programmes Solar Pledge of East Africa ist, nachhaltige Solarenergie für die Bildungs- und Gesundheitseinrichtungen der Diözesen Gulu (Uganda) und Lodwar (Kenia) langfristig bereitzustellen. Ein Teil der Gesundheitseinrichtungen hat zwar bereits Solarenergie-Systeme installiert, leider funktionieren aber auch bei den bestehenden Anlagen nur 2 % einwandfrei. Die anderen benötigen dringende Reparatur, Wartung oder Ergänzung der Module. Das Programm Solar Pledge of East Africa besteht aus einzelnen Projekten und umfasst etwa den Aufbau einer Austauschplattform für PV-Technik, die Entwicklung regionaler Strategien zum Ausbau erneuerbarer Energien, Installation neuer Systeme sowie die Reparatur und Aufstockung bestehender Anlagen. Weitere Meilensteine sind der Aufbau von Wartungsstrukturen und die Anstellung von Expert*innen für erneuerbare Energie bei den zuständigen Diözesen.

Das Projekt wurd von HORIZONT3000 ins Leben gerufen, die ist eine der größten Organisationen in der nichtstaatlichen österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Die Windkraft Simonsfeld beteiligt sich in Form von Kostenübernahme für die Materialkosten des Projekts. 


Empower-Resilience

Empower Resilience Uganda ist ein Projekt von Südwind in Partnerschaft mit Environmental Alert, finanziert vom österreichischen Sozialministerium. Der Fokus liegt auf Klimawandelanpassung sowie WASH (insbesondere Sanitärversorgung und Gesundheit) in besonders benachteiligten Regionen und gefährdete Bevölkerungsgruppen – vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen – in den Distrikten Kasese und Ntoroko (Region Rwenzori). Diese Gebiete sind stark von Naturkatastrophen wie Überschwemmungen und Erdrutschen sowie von Konflikten nahe der Grenze zur DR Kongo betroffen.

Ziel des Projekts ist die Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber multiplen Krisen, insbesondere durch Verbesserung von Gesundheit und Ernährungssicherheit. Dies soll durch folgende Ansätze erreicht werden:

  • Bau und Sanierung von WASH-Einrichtungen in Schulen, Gesundheitszentren und Gemeinden
  • Aufklärung der Gemeinschaft zu Gesundheit und nachhaltigem Umweltmanagement
  • Förderung von Lebensgrundlagen zur Reduktion von Armut und Nahrungsmittelknappheit sowie Stärkung lokaler Strukturen und Governance-Förderung

Im Bereich Kapazitätsaufbau und Governance wurden schon Fortschritte erzielt, etwa durch Policy-Papiere, Netzwerkarbeit und Trainings. Viele geplante Aktivitäten, insbesondere Lobbying, Partnerschaften und Infrastrukturmaßnahmen, sind jedoch noch ausständig und für das zweite Projektjahr vorgesehen.

Insgesamt zeigt das Projekt also starke Fortschritte in Bewusstseinsbildung und Qualifizierung, während die kostenintensiven und infrastrukturelle Maßnahmen (z. B. Bau von WASH-Anlagen oder Installation von Solarsystemen) erst im diesem Projektjahr folgen.

Abgeschlossene Projekte

Weltweit

Malawi (2023-2025)
Versorgung mit sauberem Trinkwasser

In Malawi ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser weiterhin eine große Herausforderung. UNICEF setzt daher auf die Instandsetzung von Bohrlöchern und den Einsatz solarbetriebener Pumpen mit Wasserspeichern, um die Versorgung auch in Zeiten von Wasserknappheit sicherzustellen. Über 3 Jahre unterstützte die Windkraft Simonsfeld dieses Projekt und konnte damit zur Wasserversorgung von rund 6.000 Menschen beitragen.

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Uganda (2024)
Elektro-Lehrzweig am Busesa Technical College

Am Busesa Technical College im Distrikt Bugweri (Uganda) startet im Februar 2026 der Lehrzweig „Electrical Vocational Training“. Die Windkraft Simonsfeld AG unterstützte die Ausstattung der Werkstätten mit Schulungsgeräten und Werkzeugen; die technische Begleitung erfolgt im Rahmen der Schulpartnerschaft mit der HTL Braunau.  

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Nicaragua (2020 - 2022)
Ausbildung für Techniker*in Erneuerbaren Energien

Die Schule IPLS (Instituto Politecnico La Salle) in León / Nicaragua startete 2020 einen neuen Lehrzweig: Técnico General en Energías Renovables (Techniker*in Erneuerbaren Energien). Der 2-jährige-Lehrgang umfasst Schwerpunktmodule in PV-Technik, Solarthermie, Windkraft, Kleinwasserkraft und Berufspraxis. Dafür wurden eine Werkstättenhalle umgebaut und notwendige Schulungsgeräte angeschafft.

Zwei Jahrgänge konnten die Ausbildung mittlerweile abschließen. Die Ausbildung Técnico General en Energías Renovables bietet neue Perspektiven für eine langfristige und nachhaltige Job-Entwicklung im Energiesektor Nicaraguas und lehrt den ressourcenschonenden Umgang mit Materialien und Energie.

Die anfallenden Materialkosten wurden von der Windkraft Simonsfeld mit € 75.000 teilweise übernommen.

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Uganda (2019)
Strom für Krankenhaus in Minani

Gemeinsam mit örtlichen Technikern installierten Schüler*innen der HTL Braunau  in einem Gesundheitszentrum in Uganda eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher. Das Minani Rural Health Center stellt die medizinische Grundversorgung für zirka 20.000 Menschen sicher. Wo zuvor Untersuchungen oft bei schlechten Lichtverhältnissen (Taschenlampe) stattfinden musste, sichert die installierte Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher nun die durchgängige Stromversorgung. Die Windkraft Simonsfeld übernahm dafür die angefallenen Materialkosten.  

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