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5.10.12

Stresstest: Kein AKW in Europa ist sicher

Die EU-Kommission sieht großen Sicherheits-Nachrüstungsbedarf für alle Atomkraftwerke in Europa in der Größenordnung von 10 bis 25 Milliarden Euro. Das geht aus den Empfehlungen im Gefolge der AKW-Stresstests hervor.


Quelle: APA

Die EU-Kommission urgiert praktisch für alle AKW-Anlagen Verbesserungen. So gebe es zu wenig Einheitlichkeit in den Notfallplänen bei Naturkatastrophen, einschließlich Erdbeben, Überflutung und extremer Wetterbedingungen. Getestet wurden 145 Reaktoren in insgesamt 64 Atomkraftwerken in ganz Europa, darunter auch die in Deutschland bereits vom Netz genommenen.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace kritisierte den „Stresstest" als reines „Mascherl" und „Beruhigungspille" für den Weiterbetrieb, die den Menschen das Gefühl geben, „es passiert etwas". Fakt bleibe, „dass alle Atomkraftwerke tickende Zeitbomben sind, wirkliche Sicherheit niemals garantiert werden kann. Nur ein abgeschaltetes AKW ist wirklich sicher."

Bis Jahresende müssen die nationalen Aufsichtsbehörden der Länder mit AKW Aktionspläne vorlegen. Die EU-Kommission kann die Staaten rechtlich nicht zu Nachrüstungen zwingen, will aber politisch Druck auf sie ausüben und 2014 den Fortschritt bewerten.