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07.07.2011

Windkraft stützt öffentlichen Haushalt

Die Windkraftbranche zahlt während der Laufzeit der Windkraftanlagen doppelt so viel Geld an Steuern an öffentliche Haushalte, wie sie als Förderungen aus dem Ökostromgesetz erhält.

Zwar benötigt die Windkraft aufgrund der Verzerrung der Energiemärkte eine von den Konsumenten finanzierte Unterstützung im Rahmen des Ökostromgesetztes, die Rückflüsse an den Staat wiegen diese Förderungen jedoch zweimal auf. „Die Förderung der Windkraft zahlt sich für den Staat aus. Die Summe der Steuerzahlungen an öffentliche Haushalte ist doppelt so hoch wie die Fördersumme, die der Windbetreiber erhält. Andere positive volkswirtschaftliche Auswirkungen wie die Schaffung von Arbeitsplätzen oder die Vermeidung von CO2-Zertifikatskosten sind da noch nicht berücksichtigt", bekräftigt Mag. Stefan Moidl von der IG Windkraft.

Summe der Zahlungen an öffentliche Haushalte ist doppelt so hoch wie die erhaltene Fördersumme

Berechnet wurden die finanziellen Rückflüsse durch die Windkraft an den Staat anhand eines gängigen Investitionsrechsnungsmodelles für Windparks. Berücksichtigt wurden Steuern der Anlagebetreiber sowie jene der von ihnen beauftragten Unternehmen. Konservativ angesetzt wurde der für die Berechnung wesentliche Marktpreis für herkömmlichen Strom mit einem aktuellen Preis von derzeit rund 6 Cent sowie einer jährlichen Entwicklung von 4,5%, was deutlich unter der Steigerung des letzten Jahrzehnts liegt. Als Ergebnis zeigt sich, dass allein die österreichischen Anlagebetreiber rund 133% der erhaltenen Förderung wieder an den Staat als Steuern zurückzahlen. Gemeinsam mit der Wertschöpfungsstufe der durch Anlagenbetreiber beauftragten Unternehmen kommt man auf Rückflüsse von 164 %. Rechnet man auch Rückflüsse an ausländische staatliche Haushalte ein, ergeben sich Rückflüsse von rund 200%. Das bedeutet: Die Summe der Zahlungen an öffentliche Haushalte ist doppelt so hoch wie die erhaltene Fördersumme.

Die Förderung für die 600 österreichischen Anlagen betrugen im Jahr 2010, 4,3 Euro pro Haushalt für das gesamte Jahr. Bei einem weiteren wesentlichen Ausbau der Windkraft werden diese Kosten sich maximal verdoppeln. 3.300 Jobs sichert die Windkraft in Österreich.

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