Das war unsere 13. ordentliche Hauptversammlung

Die 13. ordentliche Hauptversammlung der Windkraft Simonsfeld AG fand am 23. Juni im Veranstaltungszentrum Z2000 in Stockerau als Präsenzveranstaltung statt. Nachdem die letztjährige Hauptversammlung aufgrund der COVID-Bestimmung nur als virtuelle Hauptversammlung abgehalten werden konnte, war es war schön, unserer Aktionärinnen und Aktionäre wieder persönlich zu begrüßen. 253 Aktionärinnen und Aktionäre waren insgesamt anwesend oder vertreten. Sie repräsentierten 137.977 Aktien beziehungsweise 37,8 % des Grundkapitals der Windkraft Simonsfeld AG.

Neues Vorstandsteam und Verabschiedung von Martin Steininger
Der Beginn der Hauptversammlung war vom Ende einer Ära und vom Wechsel auf der Vorstandsebene gekennzeichnet: Unternehmensgründer Martin Steininger, der - wie lange geplant - mit Ende März in Pension gegangen ist, wurde vom Vorsitzenden des Aufsichtsrats, Stefan Hantsch, mit einem emotionalen Rückblick und gemeinsamen Erinnerungen an mehr als 25 Jahre Unternehmensgeschichte verabschiedet.

Anschließend präsentierte er mit Markus Winter als Vorstand Technik und Alexander Hochauer als Vorstand Finanz das neue Vorstandsteam der Windkraft Simonsfeld AG. Er verwies dabei auf deren langjährige Erfahrung im Unternehmen und die hervorragende Kompetenz des neuen Führungsteams.

2021: Sauberer Strom für 122.00 Haushalte
Schwerpunkte im anschließenden Bericht von Technikvorstand Markus Winter waren die Stromproduktion, aktuelle Projekte im In- und Ausland sowie die außerordentliche Entwicklung am Gas- und Strommarkt. „Die Windkraft Simonsfeld Gruppe produzierte trotz eines unterdurchschnittlichen Windjahres mit ihren Wind- und Sonnenenergieanlagen 488 Mio. kWh sauberen Strom und damit den jährlichen Strombedarf von 122.000 Haushalten,“ so Winter. Ein Highlight war die Fertigstellung von 14 neuen Windenergieanlagen, die 2021 vorzeitig ans Netz gebracht wurden und damit einen wesentlichen Beitrag zur Produktion leisten konnten. Mit den neuen Anlagen steigert die Windkraft Simonsfeld ihre Produktionskapazität ab 2022 auf 633 Mio. kWh jährlich, dies entspricht dem Strombedarf von 158.000 Haushalten.



Projekte in Österreich und international
„Auch in diesem Jahr geht unser Ausbau weiter: Wir werden in Dürnkrut drei Windenergieanlagen errichten und 2023 ans Netz bringen,“ so Winter. Er präsentierte außerdem weitere laufende Projekte in Niederösterreich und die Büro-Eröffnung in Salzburg als „Fenster in den Westen“ für zukünftige Projektentwicklungen in Salzburg, Oberösterreich und Tirol. Die PV-Strategie des Unternehmens fokussiert vor allem auf die Errichtung von Hybridkraftwerken in Windparks bzw. von Sonnenkraftwerken auf landwirtschaftlich unattraktiven Flächen.

In Rumänien betreibt die Windkraft Simonsfeld an zwei Standorten ihre derzeit größten internationalen Windkraftprojekte. Darüber hinaus projektiert das Unternehmen weitere Wind- und Sonnenenergieprojekte in Österreich, Frankreich, Bulgarien und der Slowakei. „Unser strategisches Ziel ist es, bis 2030 Strom für 500.000 Haushalte zu erzeugen,“ so Winter.

Steigende Strompreise aufgrund Gaskrise
Aufgrund der stark steigenden Strompreise in Folge der Gas- und Energiekrise lagen die Preise am Strommarkt ab dem vierten Quartal 2021 deutlich über den gesetzlichen Einspeisetarifen: „Wir haben daher die Produktion unserer österreichischen Windparks ab November zur Gänze über den Strommarkt vertrieben,“ so Winter.

Er betonte, dass nur erneuerbare Energien in Zeiten von Klima- und Energiekrise für eine sichere, unabhängige und kostengünstige Energieversorgung für Bevölkerung und Wirtschaftsstandort sorgen können. „Politik und Interessensvertretungen müssen endlich den Ausbau erneuerbarer Energien massiv vorantreiben, um sauberen und leistbaren Strom für alle zu ermöglichen und die Abhängigkeit von fossilen Energien aus Krisenregionen zu beenden,“ fordert Winter.

42,4 Mio. € Jahresumsatz und 57,5 Mio. € Gesamtinvestitionen
Finanzvorstand Alexander Hochauer präsentierte die erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens im Berichtsjahr: „Die Windkraft Simonsfeld Gruppe erwirtschaftete im Berichtsjahr 2021 einen Jahresumsatz von 42,4 Mio. € und erzielte ein Konzernergebnis nach Steuern von 8,7 Mio. €. Insgesamt 57,5 Mio. € wurden 2021 in Bau und Entwicklung neuer Windenergieanlagen investiert,“ so Hochauer

Aktie stark nachgefragt
Große Nachfrage und steigende Aktienpreise waren auch auf unserem Aktien-Handelsplatz zu verzeichnen: „Der Durchschnittspreis unserer Aktie im Jahr 2021 stieg im Vergleich zu 2020 um 18 % auf 414,2 €, der Umsatz um knapp 60 %. Im März 2022 erreichte dieser Wert 802,9 € je Aktie den bis dahin höchsten Wert in der Geschichte unseres Handelsplatzes,“ so Hochauer. Dies sei ein klares Signal dafür, dass Finanzströme verstärkt in nachhaltige und saubere Energiegewinnung fließen.

Unternehmerische Verantwortung als Basis unseres Handelns
Hochauer betonte, wie wichtig der Gedanke der Bürger*innen-Beteiligung für das Unternehmen sei und auch bleiben werde. Ein weiteres Thema war die Darstellung der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens. Für die Windkraft Simonsfeld sei Nachhaltigkeit – wie auch in der Satzung festgeschrieben - die Basis ihres unternehmerischen Handels und Wirtschaftens.  So setzt die Windkraft Simonsfeld seit Jahren auf Partnerschaften und Kooperationen mit Global 2000, Fridays-for-Future und dem Klimavolksbegehren. Gemeinsam mit dem Klimabündnis und der HTL Braunau werden Projekte im globalen Süden verfolgt. Dieser Fokus wird beibehalten und soll in Zukunft noch weiter ausgebaut werden.

Neben der Erweiterung unserer Communitiy und Bürger*inne-beteiligung sieht Hochauer vor allem in der Positionierung des Unternehmens als Top-Arbeitgeberin und Ausbildnerin ein zentrales strategisches Ziel: „Wir suchen Menschen, die gemeinsam mit uns die Energiewende vorantreiben und verstärken unser Team in allen Bereichen. Deshalb werden wir auch unsere Firmenzentrale erweitern, die Projekte der Architekten sind bereits in der Endauswahl,“ kündigte Hochauer an. Ganz wichtig sei es jedenfalls, auf allen Ebenen Bewusstsein für die Chancen der Energiewende zu schaffen, um gemeinsam die Energie- und Klimakrise zu bewältigen. So können Windräder zum modernen Symbol der Energie- und Zeitenwende werden

Die neue Unternehmensstrategie ist zusammengefasst in unserem Geschäftsbericht nachzulesen.

Dividende von 8 € beschlosen
Der Beschlussvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat zur Ausschüttung einer Dividende von 8 € je Aktie wurde von der Hauptversammlung angenommen. Die Auszahlung erfolgt innerhalb von vier Wochen. Die weiteren Beschlussvorschläge der Tagesordnung wurden ohne Gegenstimme angenommen.

 

Die Ergebnisse im Detail:

Tagesordnungspunkt

   Zustimmung

  Ablehnung

TOP 2: Verwendung Bilanzgewinn 

137.516

       2

TOP 3: Entlastung Vorstand

     119.233

               0

TOP 4: Entlastung Aufsichtsrat

       122.407

          0

TOP 5: Wahl des Abschlussprüfers

       102.672

     0

 

Tagesordnung mit Beschlussvorschlägen (pdf)