Energiezukunft dahoam:
Großes Interesse beim Infoevent im Innviertel
Gemeinsam mit der oekostrom AG plant die Windkraft Simonsfeld AG zwei Windenergieanlagen in einem Waldgebiet der oberösterreichischen Gemeinde Neukirchen an der Enknach. Um die Bevölkerung frühzeitig einzubinden und über erneuerbare Energien zu informieren, luden fünf Gemeinden der Region am 11. April zu einem Informationsnachmittag.

Das Interesse war groß: Zahlreiche Besucherinnen nutzten die Gelegenheit, sich bei Vorträgen zu informieren und im anschließenden Messebetrieb direkt mit Expertinnen ins Gespräch zu kommen. Auch sechs Mitarbeiter*innen der Windkraft Simonsfeld standen vor Ort für Fragen zur Verfügung.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen drei Fachvorträge, die das Thema Energiewende aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchteten. DI Franz Angerer, Geschäftsführer der Energie-Agentur, machte dabei die wirtschaftliche Dimension deutlich: Österreich gebe täglich Milliarden für Erdölimporte aus – Geld, das im eigenen Wirtschaftskreislauf fehle. Ziel sei es daher, diese Abhängigkeit bis 2040 deutlich zu reduzieren und den Ausbau von Wind- und Sonnenenergie konsequent voranzutreiben.
Auch ökologische Aspekte wurden beleuchtet: Der Vogelkunde- und Wildökologie-Experte MSc. Michael Plank betonte, dass der Ausbau erneuerbarer Energien im Einklang mit dem Naturschutz erfolgen müsse. Organisationen wie BirdLife unterstützen den Ausbau, fordern jedoch gleichzeitig den Schutz sensibler Lebensräume und entsprechende Ausgleichsmaßnahmen.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema Gesundheit. Univ.-Prof. Dr. Gerhard Blasche erklärte, dass die Geräuschentwicklung von Windenergieanlagen in größerer Entfernung sehr gering ist und nur von wenigen Menschen als störend empfunden wird. Auch wissenschaftliche Untersuchungen zeigen keinen signifikanten Zusammenhang zwischen Windenergieanlagen und gesundheitlichen Risiken.
Der Informationsnachmittag bot damit eine fundierte Grundlage für den Austausch und unterstrich einmal mehr: Die Energiewende gelingt am besten gemeinsam mit der Region.