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Hauptversammlung: Ausgezeichnetes Jahresergebnis und Investitionen in die Energiewende

Am 25. Juni 2024 fand die 15. ordentliche Hauptversammlung der Windkraft Simonsfeld im Veranstaltungszentrum Z2000 in Stockerau statt. 281 Aktionärinnen und Aktionäre waren insgesamt anwesend oder vertreten. Sie repräsentierten 128.423 Aktien beziehungsweise 35,2 % des Grundkapitals der Windkraft Simonsfeld AG.

Aufgrund einer kurzfristigen Erkrankung von Stefan Hantsch, dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates, wurde die Hauptversammlung diesmal - ebenso souverän - von seinem Stellvertreter Dieter Pfeifer geleitet.

Herausforderung Klimaerhitzung
Markus Winter, Vorstand Technik, und Alexander Hochauer, Vorstand Finanz, präsentierten die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2023. Markus Winter verwies gleich zu Beginn auf die Herausforderungen der Klimaerhitzung, die auch 2023 deutlich spürbare Auswirkungen hatte: „Die Durchschnittstemperatur lag in Österreich bereits 2,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau und damit 0,5 Grad über dem Pariser Klimaziel. Jedes Grad mehr hat enorme Auswirkungen, die jeder von uns im Alltag spüren kann. Es ist an der Zeit, dass nun alle an einem Strang ziehen, Bürger*innen, Unternehmen und Politik, denn der konsequente und rasche Ausbau erneuerbaren Energien kann hier einen wesentlichen Beitrag zur Lösung liefern“, so Winter.

Rekordproduktion und starkes Projektportfolio
Die Windkraft Simonsfeld Gruppe hat im Berichtsjahr einen neuen Rekord bei der Stromproduktion erzielt: Rund 678 Mio. kWh an grünem Strom produzierten die 94 Wind- und Sonnenkraftwerke des Energiewende-Unternehmens – eine Steigerung um 9,1 % gegenüber 2022. Die Produktion entspricht dem jährlichen Strombedarf von 169.000 Haushalten.

Der Ausbau erneuerbarer Energie wird konsequent verfolgt: Noch heuer gehen in Wilfersdorf (NÖ) drei Anlagen ans Netz. Allein in Österreich sind sechs Windparks derzeit in Genehmigungsverfahren, zahlreiche weitere Projekte befinden sich unmittelbar vor dem Genehmigungsverfahren oder in Entwicklung. „Bis 2030 wollen wir mit unserem Portfolio an Wind- und Sonnenkraftwerken unsere bestehende Produktion verdreifachen. Unsere Projekte sind auf Schiene,“ so Winter.

Was für den beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien allerdings fehle, seien ausreichende Stromnetze, Großspeicher oder notwendige gesetzliche Rahmenbedingungen. „Hier besteht großer Handlungsbedarf, um Österreichs Energie- und Klimaziele zu erreichen,“ so Winter.

Ausgezeichnetes Jahresergebnis: Gewinn fließt in Energiewende
„Der Kapitalbedarf für unsere Projekte ist enorm, wir werden jeden verfügbaren Euro investieren. Grundlage dafür ist auch das ausgezeichnete Jahresergebnis 2023,“ so Finanzvorstand Alexander Hochauer. Die Unternehmensgruppe erwirtschaftete im Berichtsjahr 2023 einen Jahresumsatz von 112,3 Mio. €, das Konzernergebnis nach Steuern lag bei 47,0 Mio. €.

In Bau und Entwicklung zukünftiger erneuerbarer Kraftwerksprojekte investierte die Windkraft Simonsfeld im Berichtsjahr 30,7 Mio. €. Um die Ausbauziele des Unternehmens zu erreichen, plane das Unternehmen bis 2030 mit einem Investitionsvolumen von rund einer Mrd. €.

Um diese Ziele zu erreichen, hat das Unternehmen zahlreiche neue Mitarbeiter*innen aufgenommen, eine Ausbildungsoffensive gestartet und wird noch heuer die Erweiterung des Headquarters in Ernstbrunn in Betrieb nehmen: „Die Erweiterung des bestehenden Standortes ist ein ökologisches Leuchtturmprojekt. Wir schaffen bestmögliche Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter*innen und investieren in regionale Arbeitsplätze und Wertschöpfung“, so Hochauer.

Verantwortung leben - 360° nachhaltig
„Um eine lebenswerte Welt für kommende Generationen zu erhalten, gehen gehen wir oft einen Schritt mehr: Wir arbeiten konsequent und nachhaltig für eine erfolgreiche Energiewende und stehen dabei unseren Partner*innen mit Handschlagqualität, Herz und Hirn zur Seite,“ so Hochauer.

Erhöhung der Dividende auf 14 € beschlossen
Aufgrund des erfolgreichen Geschäftsjahres lautete der Beschlussvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat auf Ausschüttung einer Dividende von 14 € je Aktie. Der Antrag wurde beinahe einstimmig angenommen, die Auszahlung erfolgt am 10.07.2024. Alle weiteren Beschlussvorschläge der Tagesordnung wurden ohne Gegenstimme angenommen.

Die Veranstaltung fand bei einem Get together aller Beteiligten ihren kulinarischen Ausklang.

Die Ergebnisse im Detail:

Tagesordnungspunkt    Zustimmung   Ablehnung

TOP 2: Verwendung Bilanzgewinn 
 
       99,97 %               0,03 %

TOP 3: Entlastung Vorstand
       100,00 %               0,00 %

TOP 4: Entlastung Aufsichtsrat
       100,00 %               0,00 %

TOP 5: Wahl des Abschlussprüfers
       100,00 %               0,00 %

TOP 6: Erwerb eigener Aktien für Mitarbeiter*innen-beteiligung
       100,00 %               0,00 %

 
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Tagesordnung mit Beschlussvorschlägen (pdf)

Unser Team der Hauptversammlung