Erneuerbare Energie
trifft Artenvielfalt
Mit der Inbetriebnahme unseres neuen Sonnenkraftwerks in Klement wurde ein weiterer Schritt in Richtung nachhaltiger Energieversorgung gesetzt. Doch auf dem Areal entsteht nicht nur sauberer Strom: Durch gezielte Maßnahmen fördern wir auch die Artenvielfalt vor Ort.

Zu den letzten Arbeiten rund um das Projekt zählt die Erweiterung einer ökologisch wertvollen Benjeshecke. Diese traditionelle Form der Heckenanlage wurde früher häufig in der bäuerlichen Landwirtschaft zur Einfriedung von Weiden genutzt. Dabei werden heimisches Totholz und Heckenschnitt zwischen im Boden verankerten Pfählen aufgeschichtet. Ergänzt durch Weidensetzlinge entsteht nach und nach ein lebendiger Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
Die Benjeshecke auf dem Gelände unseres Sonnenkraftwerks wird derzeit mit zusätzlichen Ästen ergänzt und abschnittsweise begrünt. Schon in den kommenden Monaten soll sie Vögeln wie der in Österreich seltenen Sperbergrasmücke, Igeln sowie zahlreichen Insekten Schutz und Nahrung bieten. Mit der Zeit siedeln sich durch natürlich eingetragene Samen auch heimische Sträucher und Wildpflanzen an, wodurch sich die Hecke kontinuierlich weiterentwickelt.

Zusätzlich wurden auf dem Areal fünf naturbelassene Steinhaufen angelegt. Sie schaffen wichtige Rückzugsorte für Reptilien, Amphibien und Kleinsäuger. Als Untergrund wurde ungewaschener Sand eingebracht, der Reptilien die Eiablage erleichtert und zugleich Nistmöglichkeiten für Wildbienen bietet. Die unterschiedlich großen Steine dienen als Sonnenplätze, Verstecke und Schutzräume vor Fressfeinden.
So entsteht auf einer ehemaligen Aushubdeponie nicht nur erneuerbare Energie für die Region, sondern auch ein wertvoller Beitrag zur Förderung der Biodiversität.