Wir bauen für die Zukunft: Standort-Erweiterung mit Juri Troy Architects

Die Windkraft Simonsfeld hat im Dialog mit einer Nutzergruppe aus Mitarbeiter*innen eine zukunftsorientierte Erweiterung zum bestehenden Firmensitz in Ernstbrunn entwickelt. Umgesetzt wird das Projekt von Juri Troy Architects, den Siegern des Architekt*innen-Wettbewerbs und M.O.O.CON.


Visualisierung unserer Standort-Erweiterung in Ernstbrunn

Seit dem Einzug in das Bürogebäude im Jahr 2014 ist unser Team stetig gewachsen. Vor über einem Jahr wurde mit der Planung eines neuen Bürokonzeptes und einer Vergrößerung des Bürostandortes begonnen. „Uns war es wichtig, das Team von Anfang an miteinzubeziehen, daher wurde eine Nutzergruppe aus Mitarbeiter*innen unterschiedlicher Bereiche gebildet. Diese haben sich mit der Zukunft der Arbeitswelt auseinandergesetzt und erarbeitet, welche Räumlichkeiten, Orte des Zusammenarbeitens, des Austauschs und des Rückzugs und welche Arbeitsumgebung sie zukünftig vorfinden möchten“, erklärt Alexander Hochauer, Vorstand Finanz der Windkraft Simonsfeld. Mit diesen Anforderungen ist man in den Architekt*innen-Wettbewerb gegangen.

Ein großes Ganzes statt zwei Gebäude
Die große Herausforderung hat sich während des Architekt*innen-Wettbewerbs klar herauskristallisiert: Keinen reinen Zubau zu schaffen, sondern ein neues Ganzes, das den Austausch und das miteinander Arbeiten fördert. „Es war uns ein wichtiges Anliegen, zu einem großen Büro zusammenzuwachsen und das Bestandsgebäude bestmöglich zu integrieren. Der Entwurf von Juri Troy Architects hat das über unsere Erwartungen hinaus erfüllt. Zusätzlich dazu hat uns das nachhaltige Gebäudekonzept überzeugt, das genau in unsere Philosophie passt“, so Markus Winter, Vorstand Technik Windkraft Simonsfeld.

Die ökologische Holz-Konstruktion mit Lehmwänden wird das bestehende Büro erweitern und gleichzeitig zu einem neuen Gebäude zusammenführen. Es wird auf 1.900 m2 Zusatzfläche eine erweiterte Küche, unterschiedliche Räume für Austausch und Zusammenarbeit mit viel Tageslicht und einen vielfältig nutzbaren Veranstaltungssaal bieten. Das Herzstück ist ein Innenhof, der die Gebäude verbindet und ein Ort der Begegnung sein soll. Baubeginn ist für 2023 geplant.

Zukunftsweisendes Leitprojekt

„Das Ergebnis übertrifft alle berechtigten Erwartungen und hat das Zeug, über den konkreten Wert für die Belegschaft und die Besucher*innen der Windkraft Simonsfeld hinaus, zu einem Leitprojekt zukunftstauglichen Bauens, Arbeitens und Lebens zu werden", begründete die Jury die Entscheidung für Juri Troy Architects nach einem fundierten Auswahlverfahren.

Am Konzept für das Gebäude wurde ein Jahr lang gearbeitet, mit an Bord war die Firma M.O.O.CON. Das Beratungsunternehmen ist auf die Begleitung von Prozessen zur Entwicklung von identitätsstiftenden und nachhaltigen Gebäuden spezialisiert und hat auch die Nutzerworkshops geplant und geleitet. Das Thema Nachhaltigkeit stand dabei während des gesamten Prozesses ganz oben auf der Agenda. So betraute man mit Prof. Gnaiger einen anerkannten Experten mit dem Juryvorsitz des Generalplanerwettbewerbes. Außerdem in der Jury waren Architektin Sonja Hohengasser und die Vorstände der Windkraft Simonsfeld, Markus Winter und Alexander Hochauer. Aus 30 vorausgewählten Architektenbüros wurden acht zu einer Vorstellungsrunde gebeten und vier von ihnen zur Wettbewerbspräsentation eingeladen: Dietrich | Untertrifaller Architekten ZT GmbH, Juri Troy Architects, MAGK Architekten Aichholzer | Klein und Sps architekten ZT GmbH. Alle vier sind auf ihrem Gebiet Vorreiter im Bereich des nachhaltigen Bauens, das machte die Entscheidung nicht einfach, aber sie ging dann doch eindeutig für Juri Troy und sein Team aus.

„Ein Gebäude muss aus unserer Sicht Elemente sozialer Nachhaltigkeit in sich tragen: Flexibilität, Verantwortungsbewusstsein, gesamtheitliches Denken. Das konnten wir in dem Konzept für die Windkraft Simonsfeld einbringen, wir haben den Platz und die Ressource Grundstück neu interpretiert und können so einen zukunftsweisenden Bau im Sinne der Nutzerqualität schaffen. Mit dem Bestandsgebäude wurde der richtige Grundstein gelegt, auf den wir jetzt mit der Weiterentwicklung aufsetzen können“, freut sich Juri Troy, dass sein Entwurf überzeugt hat.

Arbeitsplätze und Wertschöpfung bleiben in der Region

Der Ausbau der Firmenzentrale in Ernstbrunn unterstreicht die Verbundenheit des Unternehmens mit der Region. „Uns ist es wichtig, dass wir hier im Weinviertel Arbeitsplätze und Lehrstellen schaffen und ideale, moderne Arbeitsbedingungen bieten“, betont Hochauer. Derzeit beschäftigt die Windkraft Simonsfeld rund 90 Mitarbeiter*innen, Tendenz steigend.  „Wir wollen einen Arbeitsraum schaffen, der sich gegenwärtigen und zukünftigen Arbeitswelten anpasst und die Leute gerne ins Büro kommen lässt. Das werden wir mit diesem Zubau erreichen“, ist Winter überzeugt.